EÜR: Einnahmenüberschussrechnung einfach erklärt

19.7.2026 · 6 Min. Lesezeit

Die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ist die einfachste Art, deinen Gewinn zu ermitteln: Einnahmen minus Ausgaben. Keine doppelte Buchführung, keine Bilanz. Für die meisten Selbstständigen und Freiberufler ist sie die Methode der Wahl.

Wer darf die EÜR nutzen?

Freiberufler unabhängig von der Höhe des Gewinns sowie Gewerbetreibende, die die Buchführungsgrenzen nicht überschreiten (Umsatz bis 800.000 Euro und Gewinn bis 80.000 Euro pro Jahr). Wer darüber liegt, muss bilanzieren.

Das Zufluss-Abfluss-Prinzip

Entscheidend ist der Zeitpunkt der Zahlung, nicht der des Rechnungsdatums. Eine Einnahme zählt in dem Jahr, in dem das Geld eingeht; eine Ausgabe in dem Jahr, in dem du sie bezahlst. Das gibt dir einen gewissen Spielraum zum Jahreswechsel.

AgerasAnzeige

Passenden Steuerberater finden

Kostenlos Angebote von geprüften Steuerberatern vergleichen.

Steuerberater vergleichen

So gibst du die EÜR ab

Die EÜR wird als 'Anlage EÜR' elektronisch über ELSTER mit der Steuererklärung eingereicht. Eine saubere Trennung von Einnahmen und Ausgaben über das Jahr - idealerweise direkt in deinem Rechnungstool erfasst - macht die Erstellung zum Kinderspiel.

Häufige Fragen

Brauche ich für die EÜR einen Steuerberater?

Nicht zwingend. Bei einfachen Verhältnissen ist sie gut selbst zu erstellen; ein Steuerberater lohnt sich bei komplexeren Fällen.

Zählt eine offene Rechnung schon als Einnahme?

Nein. Bei der EÜR zählt erst der tatsächliche Zahlungseingang (Zufluss-Prinzip).

Was ist der Unterschied zur Bilanz?

Die Bilanz erfasst Forderungen und Verbindlichkeiten periodengerecht; die EÜR nur Zahlungsflüsse. Die EÜR ist deutlich einfacher.

Jetzt kostenlos deine Rechnung schreiben

Alle Pflichtangaben automatisch, Girocode inklusive, komplett gratis.

Kostenlos loslegen →

Dieser Ratgeber dient der Information und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung.